Video-Essay

Wikihausen über die Suche nach dem Psiram-Autor „Abrax“ und dessen Verbindung zur Wikipedia

(geschätzte Lesezeit:

4

Minuten)

Originaltitel:

Wer steckt hinter Psiram, dem Internet-Rufmordpranger? | #117 Wikihausen

Veröffentlicht am:

12. April 2026

Person:

Kanal:

Dauer:

26:17

Kurzbeschreibung

Der Moderator untersucht, wer unter dem Pseudonym „Abrax“ Beiträge für Psiram verfasst haben könnte. Im Mittelpunkt stehen ein nahezu identischer Artikel über Peter Fitzek bei Psiram und Wikipedia, frühere Wikipedia-Diskussionen des Kontos sowie Hinweise, nach denen der Autor möglicherweise Andreas heiße und aus Berlin-Schöneberg komme.

Zusammenfassung

Der Moderator beschreibt Psiram als eine ursprünglich gegen medizinische Quacksalberei gerichtete Seite, auf der seiner Ansicht nach zugleich Personen diskreditiert würden, die nicht dem Weltbild der Autoren entsprächen. Er nennt sich selbst und Dirk Pohlmann als Betroffene umfangreicher Psiram-Einträge. Die Verantwortlichen seien schwer zu ermitteln, weil Psiram kein Impressum habe, seine Autoren verschweige und technische sowie organisatorische Strukturen im Ausland nutze. Er vermutet die Autoren im Umfeld der Skeptikerbewegung.

Als Ausgangspunkt seiner Suche dient ein älterer Psiram-Artikel über Peter Fitzek. Der Moderator erklärt, dass eine Version vom 19. August 2011 unter dem Namen „Abrax“ veröffentlicht worden sei und nahezu identisch auch in der Wikipedia auftauche. Die Versionsgeschichten beider Seiten deuteten nach seiner Darstellung darauf hin, dass der Inhalt aus Psiram in die Wikipedia importiert wurde. Das Wikipedia-Konto „Abrax“ sei bereits am 21. November 2006 angelegt worden, habe dort aber nur wenige Bearbeitungen vorgenommen.

In einer Wikipedia-Diskussion schrieb „Abrax“, den Schauspieler Günther Hoffmann regelmäßig in dessen Atelier zu besuchen. Eine ältere Version eines weiteren Beitrags ende mit „Grüße Andreas“. Diese Signatur sei kurz darauf entfernt worden. Der Moderator leitet daraus als Arbeitshypothese ab, dass die Person hinter „Abrax“ Andreas heiße. Er hält den Hinweis für deutlich, bezeichnet ihn aber nicht als abschließend verifiziert.

Ein Beitrag von „Media Gorilla Berlin“ behauptet darüber hinaus, der Psiram-Autor komme aus Berlin-Schöneberg und wohne in der Umgebung der Koburger Straße. Als Grundlage werden eine IP-Adresse beziehungsweise eine „IP-Falle“ und die IP einer Berliner Firma genannt. Der Moderator erklärt, er habe Media Gorilla Berlin mehrfach um die zugrunde liegende Primärquelle gebeten, jedoch keine Antwort erhalten. Deshalb versieht er die Ortsangabe ausdrücklich mit einem Fragezeichen.

Media Gorilla Berlin behauptet ferner, Psiram habe bis 2012 „Esowatch“ geheißen. Nach einem Rechtsstreit sei die Seite offline gegangen und später unter neuem Namen wieder verfügbar gewesen. „Abrax“ habe lange allein geschrieben und später weitere Konten verwendet. Der Moderator gibt diese Darstellung lediglich als noch zu prüfenden Hinweis wieder.

Abschließend bittet er Zuschauer um weitere Dokumente und Hinweise zur Identität von „Abrax“ und anderen Psiram-Autoren. Er vertritt die Ansicht, dass an deren Identifizierung wegen ihrer Veröffentlichungen ein öffentliches Interesse bestehe.

Zentrale Aussagen

  • 4:33: Der Moderator möchte untersuchen, welche Autoren hinter Psiram stehen.
  • 4:41: Er erklärt, Psiram verfüge über kein Impressum und verschweige die Identität seiner Autoren.
  • 7:38: Der Artikel über Peter Fitzek sei bei Psiram und Wikipedia nahezu textgleich erschienen.
  • 9:21: Der Benutzername „Abrax“ tauche sowohl bei Psiram als auch in der Wikipedia auf.
  • 11:49: „Abrax“ schrieb, Günther Hoffmann regelmäßig in dessen Atelier zu besuchen.
  • 13:50: Eine frühere Version eines Wikipedia-Beitrags von „Abrax“ sei mit „Grüße Andreas“ unterzeichnet.
  • 14:19: Der Moderator nimmt deshalb an, dass „Abrax“ wahrscheinlich Andreas heiße.
  • 17:18: Media Gorilla Berlin verortet die Person in Berlin-Schöneberg nahe der Koburger Straße.
  • 18:35: Der Moderator verlangt für diese Ortsangabe eine überprüfbare Primärquelle.
  • 20:22: Media Gorilla Berlin verweist ebenfalls auf die Verbindung zwischen den Fitzek-Artikeln bei Esowatch/Psiram und Wikipedia.
  • 24:14: Die Behauptung zum Wohnort betrachtet der Moderator weiterhin als unbestätigt.

Genannte Personen und Organisationen

  • Moderator beziehungsweise Herr Fiedler
  • Dirk Pohlmann
  • „Abrax“
  • Peter Fitzek
  • Günther Hoffmann
  • „Domspatz“
  • „Halbmond“
  • „Felix“
  • „Copilot“
  • Dr. Nikolaus Klehr – Namensschreibung im Transkript unsicher
  • Media Gorilla Berlin
  • Psiram
  • Esowatch
  • Wikipedia
  • Wikimedia Foundation
  • Landgericht Hamburg

Genannte Zahlen und konkrete Angaben

  • Sendungsnummer: 117
  • Länge des Psiram-Eintrags über den Moderator: etwa 121.000 Zeichen
  • Veröffentlichung beziehungsweise Anlage des Fitzek-Artikels: 19. August 2011
  • Erstellung des Wikipedia-Kontos „Abrax“: 21. November 2006
  • Umbenennung beziehungsweise Neustart von Esowatch als Psiram: laut zitiertem Beitrag 2012
  • Verhaftung Peter Fitzeks: laut eingeblendeter Angabe 13. Mai 2025
  • Tätigkeit von „Abrax“ bei Psiram: laut Moderator ungefähr bis 2020 oder 2021

Genannte Quellen, Bücher, Studien oder Dokumente

  • Psiram-Artikel über Peter Fitzek
  • Wikipedia-Artikel und Versionsgeschichte zu Peter Fitzek
  • Wikipedia-Benutzerdiskussion „Domspatz“
  • Beiträge von Media Gorilla Berlin
  • Wikihausen-Dokumentationen „Die dunkle Seite der Wikipedia“ und „Zensur“
  • Film „Majestät auf Abwegen“
  • Ein im Transkript undeutlich bezeichneter Internetbeitrag beziehungsweise „Schmöker“ von Günther Hoffmann

Unklare oder nicht sicher zuordenbare Stellen

  • Die Identität von „Abrax“ wird nicht abschließend festgestellt.
  • Der Vorname Andreas beruht auf einer nachträglich entfernten Signatur.
  • Für Berlin-Schöneberg und die Umgebung der Koburger Straße wird keine überprüfbare Quelle gezeigt.
  • Mehrere Namen, Internetadressen und Werktitel sind im Transkript undeutlich oder möglicherweise fehlerhaft wiedergegeben.
  • Die behaupteten späteren Konten von „Abrax“ werden nicht benannt.

Transparenzhinweis: Diese Zusammenfassung verdichtet ausschließlich die im Video geäußerten Inhalte. Sie enthält keine inhaltliche Bewertung oder externe Faktenprüfung. Aussagen in der Zusammenfassung sind den jeweiligen Sprechern zuzurechnen und nicht als redaktionelle Position der Plattform zu verstehen. Näheres zur Arbeitsweise finden Sie hier.

Inhaltsangabe

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