Podcast

Tom Lausen über Corona-Aufarbeitung, Lockdowns, Maskenpflicht, Impfkampagne und Gerichtsverfahren

(geschätzte Lesezeit:

12

Minuten)

Originaltitel:

AFTER DARK mit TOM LAUSEN EPISODE 33 1/3

Veröffentlicht am:

1. August 2024

Person:

Kanal:

Dauer:

3:03:19

Kurzbeschreibung

Tom Lausen spricht bei „After Dark“ mit den Moderatoren von FAIR TALK über seine Auswertung von Krankenhaus-, Impf- und Behördendaten aus der Corona-Zeit. Im Mittelpunkt stehen die Rolle des Ethikrats und des Robert Koch-Instituts, die Grundlagen von Lockdowns und Maskenpflicht, die Überwachung möglicher Impfnebenwirkungen sowie laufende Strafverfahren gegen Ärzte, die Maskenatteste ausgestellt haben.

Zusammenfassung

Kritik an Aussagen von Alena Buyx

Zu Beginn reagieren die Gesprächsteilnehmer auf Ausschnitte aus einem Interview mit der früheren Vorsitzenden des Deutschen Ethikrats, Alena Buyx. Darin beschreibt sie Situationen, in denen Krankenhäuser im Raum München vollständig abgemeldet gewesen seien und Schlaganfallpatienten über große Entfernungen hätten transportiert werden müssen. Außerdem berichtet sie, Intensivstationen seien im Winter 2021/22 mit schwer erkrankten, ungeimpften Corona-Patienten gefüllt gewesen, wodurch andere Patienten später, schlechter oder gar nicht hätten behandelt werden können.

Lausen hält diese Darstellung für nicht durch die ihm vorliegenden Daten gedeckt. Abmeldungen einzelner Notaufnahmen oder Stationen seien auch außerhalb einer Pandemie üblich. Buyx erzeuge jedoch den Eindruck eines außergewöhnlichen, durch ungeimpfte Corona-Patienten verursachten flächendeckenden Zustands.

Für den Zeitraum vom 8. November bis 5. Dezember 2021 nennt Lausen rund 1,281 Millionen Krankenhausaufnahmen in Deutschland. Bei etwa 53.183 Aufnahmen habe ein positiver Corona-Test vorgelegen, was ungefähr 4,1 Prozent entspreche. Nur für etwa 23 Prozent dieser positiv getesteten Patienten sei der Impfstatus an die Bundesregierung übermittelt worden. Innerhalb dieser Teilmenge seien nach seiner Darstellung ungefähr 5.000 Personen geimpft und 7.800 ungeimpft gewesen. Aus diesen unvollständigen Meldungen könne nicht geschlossen werden, dass die Intensivstationen ausschließlich oder nahezu ausschließlich mit Ungeimpften belegt gewesen seien.

Lausen fordert ein aufgezeichnetes Gespräch mit Buyx, um die Datengrundlagen ihrer damaligen Positionen zu besprechen. Nach seiner Einschätzung müsse insbesondere geklärt werden, wie der Ethikrat auf Grundlage solcher Annahmen zu Empfehlungen für 2G-Regelungen oder Impfpflichten gelangt sei.

Übertragungsschutz und die Einführung von 2G

Ein weiterer Ausschnitt betrifft die Aussage von Buyx, es sei von Anfang an bekannt gewesen, dass die Impfung keine vollständige sterile Immunität erzeuge, aber einen dämpfenden Effekt auf die Übertragung habe.

Lausen verweist auf Protokolle eines gemeinsamen Krisenstabs des Bundesgesundheits- und des Bundesinnenministeriums. Bereits am 3. August 2021 sei dort über Studien diskutiert worden, nach denen geimpfte Infizierte bei der Delta-Variante eine hohe Viruslast haben könnten. Das Bundesgesundheitsministerium habe damals auf begrenzte Evidenz verwiesen und angenommen, die Viruslast sinke bei Geimpften möglicherweise schneller.

Am 24. August 2021 sei eine Oxford-Studie angesprochen worden, nach der sowohl symptomatische Infektionen als auch die Viruslast bei Geimpften ähnlich hoch gewesen seien wie bei Ungeimpften. Lausen argumentiert, dass die zuständigen Stellen damit bereits vor der breiten Einführung von 2G von erheblichen Unsicherheiten hinsichtlich des Übertragungsschutzes gewusst hätten.

Er sieht darin einen zentralen Gegenstand der Aufarbeitung: Wenn geimpfte und ungeimpfte Infizierte eine vergleichbare Viruslast haben konnten, müsse erklärt werden, auf welcher fachlichen und ethischen Grundlage Ungeimpfte aus Restaurants, Weihnachtsmärkten, Veranstaltungen und anderen Bereichen ausgeschlossen wurden.

Risikobewertung des Robert Koch-Instituts

Lausen berichtet von seiner Teilnahme als Sachverständiger an einer Anhörung im Landtag von Rheinland-Pfalz. Dort habe der heutige RKI-Präsident Lars Schaade die damalige Hochstufung der Corona-Gefährdung unter anderem mit der dynamischen Situation sowie Bildern aus Bergamo, New York und dem französischen Elsass begründet.

Lausen hält diese Begründung für unzureichend. Er verweist auf eine Antwort des RKI, nach der die Risikobewertung am 2. März 2020 bei 157 gemeldeten laborbestätigten Fällen von „gering bis mäßig“ auf „mäßig“ angehoben worden sei. Die Entscheidung sei im Krisenstab beraten und von der Institutsleitung getroffen worden.

Nach der von Lausen vorgelesenen RKI-Definition soll eine Risikobewertung die aktuelle Situation für die Gesamtbevölkerung in Deutschland beschreiben und keine Zukunftsprognose darstellen. Dazu gehöre auch die Belastung der Ressourcen des Gesundheitswesens. Lausen zufolge wurden bei der Hochstufung jedoch keine aktuellen Krankenhaus- oder Intensivkapazitäten einbezogen.

Er fordert verbindliche Kriterien für künftige Risikobewertungen. Eine kleine Zahl von Entscheidungsträgern dürfe seiner Ansicht nach nicht allein aufgrund von Modellen oder ausländischen Bildern eine Hochstufung vornehmen, die anschließend weitreichende staatliche Maßnahmen ermögliche.

Lockdowns und Pandemieplanung

Im Zusammenhang mit Christian Drostens gemeinsam mit Georg Mascolo veröffentlichtem Buch „Alles überstanden?“ spricht Lausen über die Entscheidung für den Lockdown. Er habe dem Buch entnommen, dass Drosten bis kurz vor der Umsetzung nicht davon ausgegangen sei, dass tatsächlich ein Lockdown beschlossen werde.

Lausen verweist außerdem auf frühere Pandemieübungen, darunter Event 201, Clade X, Dark Winter, Atlantic Storm und Global Mercury. Als weitere Quelle nennt er Paul Schreyers Buch „Chronik einer angekündigten Krise“. Nach Lausens Darstellung wurden zahlreiche Pandemieszenarien vorbereitet, ein allgemeiner Lockdown sei jedoch weder in den deutschen Pandemieplänen noch in früheren Übungen als reguläre Maßnahme vorgesehen gewesen.

In internen Beratungen seien zugleich wirtschaftliche Schäden von mehr als 200 Milliarden Euro zuzüglich ausfallender Steuereinnahmen erwartet worden. Lausen kritisiert, dass eine Maßnahme mit schwer abschätzbaren gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen beschlossen worden sei, obwohl ihr Nutzen ebenfalls nicht bekannt gewesen sei.

Als Gegenmodell führt er Schweden und den damaligen Staatsepidemiologen Anders Tegnell an. Tegnell habe Modellrechnungen, insbesondere Prognosen von Neil Ferguson, wegen großer Unsicherheiten abgelehnt. Während für Schweden zeitweise ein Bedarf von bis zu 16.000 Intensivbetten prognostiziert worden sei, habe das Land laut der im Gespräch wiedergegebenen Darstellung in der Spitze etwa 550 benötigt.

Aus Tegnells Buch liest Lausen längere Passagen über die weltweiten Folgen von Schulschließungen vor. Besonders hervorgehoben wird Uganda, wo Schulen fast zwei Jahre geschlossen gewesen seien. Rund 15 Millionen Kinder hätten zeitweise keinen Unterricht erhalten. Die Zahl der Schwangerschaften bei Mädchen zwischen zehn und 14 Jahren habe sich laut der zitierten Darstellung um mehr als 350 Prozent erhöht. Mehr als vier Millionen Schüler seien nach behördlichen Schätzungen nicht in die Schulen zurückgekehrt. Genannt werden zudem mehr Kinderarbeit, Kinderehen, häusliche Gewalt und Schwierigkeiten beim Zugang zu Lebensmitteln.

Lausen argumentiert, dass solche Folgen bei einer globalen Nutzen-Schaden-Abwägung hätten berücksichtigt werden müssen.

Maskenpflicht als nicht ausreichend untersuchte Maßnahme

Beim Thema Masken beschreibt Lausen die Atmung als Vitalfunktion. Eine verpflichtende Barriere vor Mund und Nase sei daher ein Eingriff, dessen Nutzen und mögliche Schäden vor einer flächendeckenden Einführung hätten untersucht werden müssen.

Er zitiert erneut Anders Tegnell. Die schwedische Gesundheitsbehörde habe keine überzeugenden Belege dafür gefunden, Masken für die gesamte Bevölkerung zu empfehlen. Erkenntnisse aus kontrollierten medizinischen Situationen ließen sich nicht ohne Weiteres auf den Alltag übertragen. Unsicher sei unter anderem gewesen, ob falsche Anwendung, wiederholte Nutzung, Berührungen der Maske oder ein falsches Sicherheitsgefühl die Virusverbreitung sogar begünstigen könnten.

Tegnell habe außerdem auf den logistischen Aufwand hingewiesen: Bei zehn Millionen Einwohnern und drei Masken pro Person und Tag wären ungefähr eine Milliarde Masken im Monat erforderlich. Hinzu kämen Beschaffung, Verteilung, Finanzierung und Entsorgung.

Lausen bezeichnet die allgemeine Maskenpflicht als experimentellen Eingriff, da mögliche negative Auswirkungen nicht systematisch begleitet worden seien. Personen mit Atemproblemen, Schwindel, Kopfschmerzen, Angstzuständen oder Panikattacken hätten seiner Ansicht nach jederzeit die Möglichkeit erhalten müssen, die Maßnahme zu verlassen.

Die Moderatoren schildern eigene Erfahrungen mit Kontrollen und gesellschaftlichen Konflikten. Eine Moderatorin berichtet, dass ihr in einem Zug Gewalt angedroht worden sei, obwohl sie ein Maskenattest besessen und die Schaffnerin dieses akzeptiert habe. Lausen sieht darin eine Folge davon, dass Bürger dazu legitimiert worden seien, andere Bürger zu kontrollieren und zu maßregeln.

Strafverfahren wegen Maskenattesten

Ausführlich spricht Lausen über das laufende Verfahren gegen den Hamburger Arzt Walter Weber. Ihm werde vorgeworfen, unrichtige Gesundheitszeugnisse zur Befreiung von der Maskenpflicht ausgestellt zu haben. Lausen besucht nach eigenen Angaben sämtliche Verhandlungstage; sein Bruder Sven Lausen gehört zur Verteidigung.

Im Zentrum stehe § 278 Strafgesetzbuch. Dieser erfasse das Ausstellen unrichtiger Gesundheitszeugnisse zum Gebrauch bei Behörden oder Versicherungen. Lausen stellt infrage, ob Polizei, Schulen oder Verkehrsbetriebe in diesem Zusammenhang als zur medizinischen Prüfung befugte Behörden gelten könnten.

Eine weitere Frage sei, welche Untersuchung ein Arzt vor Ausstellung eines Attests durchführen müsse. Gerichte und Gutachter verlangten nach Lausens Darstellung teilweise Blutgasanalysen, Schmerzskalen, fachärztliche oder psychiatrische Untersuchungen. Er hält es dagegen für möglich, dass ein erfahrener Arzt nach Anamnese und Gespräch zu dem Ergebnis komme, die Maske sei einem Patienten nicht zumutbar.

Besonders kritisiert Lausen, dass gegenwärtige Urteile direkt oder über Verweisketten auf ein Urteil des Reichsgerichts von 1940 zurückgingen. Damals habe ein Arzt Untersuchungen von Prostituierten bescheinigt, ohne sie tatsächlich vorgenommen zu haben. Die Urteilsbegründung habe die nationalsozialistische „Volksgesundheit“ gegenüber den Belangen des Einzelnen betont. Lausen zufolge beziehen sich zahlreiche Entscheidungen aus der Corona-Zeit auf diese Rechtsprechung.

Er schildert zudem Vorgänge aus dem Weber-Prozess: eine abgelehnte Frage der Verteidigung nach dem experimentellen Charakter der Maskenpflicht, einen anschließenden Befangenheitsantrag, Unklarheiten über Gerichtsabsagen sowie umfangreiche Zeugenbefragungen. Lausen bewertet das Auftreten von Gericht und Staatsanwaltschaft als auf eine Verurteilung ausgerichtet.

Impfkampagne, Datenüberwachung und Nebenwirkungen

Lausen beziffert die Ausgaben des Bundes für die Impfkampagne im Jahr 2021 auf etwa 300 Millionen Euro und für 2022 auf weitere rund 188 Millionen Euro. Die gesamte Corona-Politik sei früh auf die Impfung als zentrale Lösung ausgerichtet worden.

Die Impfstoffe seien zunächst bedingt zugelassen gewesen. Deshalb hätten das Paul-Ehrlich-Institut, die Krankenkassen und die Kassenärztlichen Vereinigungen mögliche Nebenwirkungen anhand ihrer Routinedaten überwachen müssen. Nach Lausens Darstellung sei dies nicht erfolgt. Das Paul-Ehrlich-Institut habe sich weitgehend auf spontane Meldungen von Betroffenen oder Ärzten verlassen.

Auch die Daten zur Impfwirksamkeit seien unvollständig gewesen. Wenn Krankenhäuser nur für einen kleinen Teil der Patienten den Impfstatus übermittelten, könne das RKI daraus keine verlässliche Wirksamkeit von 95 Prozent berechnen. Die Behörden hätten mindestens darauf hinweisen müssen, dass der Impfstatus der übrigen Patienten unbekannt sei.

Lausen wirft den Vorständen der Kassenärztlichen Vereinigungen vor, gesetzlich vorgesehene Daten nicht an das Paul-Ehrlich-Institut übermittelt zu haben. Gleichzeitig hätten einzelne Funktionäre öffentlich Einschränkungen für Ungeimpfte verlangt.

Bei der Auswertung von Nebenwirkungsmeldungen habe seine Arbeitsgruppe festgestellt, dass etwa drei Viertel der Betroffenen Frauen seien. Lausen führt dies im Gespräch auf mögliche geschlechtsspezifische Unterschiede und eine Überdosierung zurück. Diese Auswertungen seien noch nicht abgeschlossen.

Ziel der Aufarbeitung

Lausen erklärt, er arbeite an Strafanzeigen, begleite Gerichtsverfahren, stelle Presseanfragen und suche Gespräche mit ehemaligen Entscheidungsträgern. Dazu zählt er unter anderem Alena Buyx, Lars Schaade, Christian Drosten und Vertreter der Kassenärztlichen Vereinigungen.

Er wolle von ihnen erfahren, welche Informationen ihnen damals vorlagen und warum sie bestimmte Forderungen erhoben. Als mögliche Erklärungen nennt er Irrtum, Angst, Vertrauen in Berater, unzureichende Prüfung oder finanzielle Interessen. Er betont jedoch, dass er diese Motive nicht unterstellen, sondern in Gesprächen klären wolle.

Ob eine gesellschaftliche Aufarbeitung gelingt, sei für seine Arbeit nicht entscheidend. Er konzentriere sich auf den Teil, den er selbst leisten könne. In Hessen sei ein Untersuchungsausschuss geplant, für den er als Sachverständiger im Gespräch sei. England sei mit seiner öffentlichen Untersuchung nach Lausens Eindruck bereits weiter als Deutschland.

Vogelgrippe und mögliche künftige Krisen

Zum Abschluss kehrt die Runde zur Frage zurück, ob eine Vogelgrippe erneut eine Corona vergleichbare Situation auslösen könne. Lausen antwortet erneut mit Nein. Als Indikator zeigt er Google-Trends-Verläufe zu Vogelgrippe, Affenpocken, Schweinegrippe, EHEC und Corona. Das öffentliche Interesse an Vogelgrippe sei im Vergleich zu früheren Themen gering und bereits wieder rückläufig.

Er geht daher nicht davon aus, dass sich kurzfristig erneut ein vergleichbares Maßnahmenpaket aus Lockdowns, Maskenpflicht und Impfkampagne durchsetzen lasse. Gleichzeitig warnt er vor dauerhaft eingerichteten internationalen Mechanismen, insbesondere bei der WHO, internationalen Gesundheitsvorschriften, digitalen Nachweisen und Plattformregulierung.

Dem Einzelnen empfiehlt Lausen, sich bei einer neuen Krise nicht sofort unter Druck setzen zu lassen. Behörden sollten zunächst belegen müssen, dass ihre Maßnahmen notwendig, wirksam und angemessen seien. Besonders laute und stark beschleunigte Kampagnen sollten nach seiner Auffassung genauer geprüft werden.

Zentrale Aussagen

  • Lausen widerspricht der Darstellung, deutsche Krankenhäuser seien im Winter 2021/22 flächendeckend mit ungeimpften Corona-Patienten überfüllt gewesen. [00:25:18–00:37:29]
  • Für einen großen Teil der positiv getesteten Krankenhauspatienten sei der Impfstatus nicht an die Bundesregierung übermittelt worden. [00:29:17–00:32:26]
  • Bereits im August 2021 hätten Bundesministerien Studien diskutiert, nach denen Geimpfte und Ungeimpfte eine vergleichbare Viruslast haben konnten. [00:43:31–00:50:39]
  • Die Grundlage der 2G-Regelungen müsse deshalb erneut geprüft werden. [00:50:39–00:52:41]
  • Das RKI habe seine Risikobewertung angehoben, ohne die tatsächliche Belegung der Krankenhäuser umfassend einzubeziehen. [00:56:06–01:02:33]
  • Lockdowns seien weder in den deutschen Pandemieplänen noch in früheren Pandemieübungen als reguläre Maßnahme vorgesehen gewesen. [01:10:52–01:13:24]
  • Lausen führt Schweden als Beispiel für eine Corona-Politik ohne allgemeinen Lockdown und ohne allgemeine Maskenpflicht an. [01:13:39–01:17:33]
  • Anhand Ugandas beschreibt er langfristige soziale Folgen von Schulschließungen. [01:17:40–01:20:41]
  • Die möglichen Schäden einer allgemeinen Maskenpflicht seien vor ihrer Einführung nicht ausreichend untersucht worden. [01:35:22–01:48:20]
  • Menschen mit gesundheitlichen Problemen hätten nach Lausens Auffassung niedrigschwellig von der Maskenpflicht befreit werden müssen. [01:48:20–01:50:20]
  • Gerichtsentscheidungen gegen Ärzte wegen Maskenattesten bezögen sich laut Lausen häufig auf ein Reichsgerichtsurteil von 1940. [01:52:54–02:01:24]
  • Lausen schildert das Verfahren gegen Walter Weber als Beispiel für die strafrechtliche Nachwirkung der Corona-Maßnahmen. [02:01:32–02:20:07]
  • Das Paul-Ehrlich-Institut habe die Impfstoffsicherheit nicht ausreichend mit Krankenkassen- und Abrechnungsdaten überwacht. [02:22:57–02:25:43]
  • Die Impfkampagne des Bundes habe nach Lausens Angaben 2021 etwa 300 Millionen Euro und 2022 weitere rund 188 Millionen Euro gekostet. [02:22:32–02:22:57; 02:43:31–02:43:48]
  • Lausen möchte ehemalige Entscheidungsträger direkt mit den von ihm ausgewerteten Daten konfrontieren. [02:32:42–02:42:42]
  • Eine neue, mit Corona vergleichbare Vogelgrippe-Kampagne erwartet er nicht, hält aber die aufgebauten internationalen Strukturen weiterhin für relevant. [02:43:57–02:56:50]
  • Als praktische Reaktion empfiehlt er, bei künftigen Krisen nicht sofort mitzumachen und zunächst belastbare Nachweise zu verlangen. [02:56:58–03:00:16]

Genannte Personen und Organisationen

  • Tom Lausen
  • Alena Buyx
  • Gregor Gysi
  • Lars Schaade
  • Lothar Wieler
  • Christian Drosten
  • Georg Mascolo
  • Anders Tegnell
  • Neil Ferguson
  • Paul Schreyer
  • Walter Weber
  • Sven Lausen
  • Ivan Künnemann
  • Klaus Püschel
  • Uğur Şahin
  • Günther Jauch
  • Robert Koch-Institut
  • Paul-Ehrlich-Institut
  • Deutscher Ethikrat
  • Bundesgesundheitsministerium
  • Bundesinnenministerium
  • Bundesarbeitsministerium
  • Bundesverteidigungsministerium
  • Bundesverwaltungsgericht
  • Landgericht Hamburg
  • Landgericht Mannheim
  • Kassenärztliche Vereinigungen
  • Weltgesundheitsorganisation
  • Johns Hopkins Center for Health Security
  • Weltwirtschaftsforum
  • Bill & Melinda Gates Foundation
  • Centers for Disease Control and Prevention
  • Universität Oxford
  • UNESCO
  • UNICEF
  • FAIR TALK

Genannte Zahlen und konkrete Angaben

  • Laufzeit des Gesprächs: 3:03:19
  • Veröffentlichungsdatum: 1. August 2024
  • Rund 1,281 Millionen Krankenhausaufnahmen zwischen 8. November und 5. Dezember 2021
  • Etwa 53.183 positiv getestete Patienten, entsprechend ungefähr 4,1 Prozent
  • Impfstatusangaben für ungefähr 23 Prozent dieser positiv getesteten Patienten
  • Innerhalb dieser Teilmenge etwa 5.000 Geimpfte und 7.800 Ungeimpfte
  • 157 gemeldete Fälle bei der RKI-Risikobewertung am 2. März 2020
  • Erwarteter Lockdown-Schaden von mehr als 200 Milliarden Euro, zuzüglich Steuerausfällen
  • Ferguson-Prognose für Großbritannien: etwa 410.000 bis 550.000 Todesfälle
  • Prognose für Schweden: bis zu 16.000 Intensivbetten
  • Laut Tegnell tatsächlich benötigte Spitze: etwa 550 Intensivbetten
  • Mehr als 150 Länder mit Schulschließungen
  • Mindestens 1,5 Milliarden Kinder und Jugendliche betroffen
  • Rund 15 Millionen Kinder in Uganda zeitweise ohne Schulbildung
  • Über 350 Prozent mehr Schwangerschaften bei Mädchen zwischen zehn und 14 Jahren
  • Mehr als vier Millionen Schüler, die möglicherweise nicht in die Schule zurückkehrten
  • Rechenbeispiel Schweden: eine Milliarde Masken pro Monat
  • Bundesausgaben für Impfwerbung: etwa 300 Millionen Euro 2021 und 188 Millionen Euro 2022
  • Nach Lausens Auswertung ungefähr drei Viertel der Nebenwirkungsmeldungen von Frauen
  • Behauptete Größenordnung gefälschter Impfnachweise: 12 bis 15 Millionen
  • Walter-Weber-Verfahren: zunächst 19 Verhandlungstage, später weitere Termine
  • Von Lausen besuchte Verhandlungstage zum Gesprächszeitpunkt: neun

Genannte Quellen, Bücher, Studien oder Dokumente

  • „Alles überstanden?“ von Christian Drosten und Georg Mascolo
  • „Chronik einer angekündigten Krise“ von Paul Schreyer
  • Buch von Anders Tegnell; deutscher Titel im Transkript nicht sicher genannt
  • „Projekt Lightspeed“ über die Entwicklung des BioNTech-Impfstoffs
  • RKI-Krisenstabsprotokolle
  • Protokolle des gemeinsamen Krisenstabs von Bundesinnen- und Bundesgesundheitsministerium
  • Deutsche Pandemiepläne, Teile 1 und 2
  • CDC-Studie zur Delta-Variante und Viruslast
  • Oxford-Studie „Impact of Delta on viral burden and vaccine effectiveness against new SARS-CoV-2 infections in the UK“
  • Im Gespräch als „Puhach-Studie“ bezeichnete Untersuchung; genaue Schreibweise unsicher
  • Imperial-College-Modellierung von Neil Ferguson
  • Event 201
  • Clade X
  • Dark Winter
  • Atlantic Storm
  • Global Mercury
  • Reichsgerichtsurteil von 1940 zu unrichtigen Gesundheitszeugnissen
  • § 278 Strafgesetzbuch
  • § 238 Strafprozessordnung
  • Google Trends

Unklare oder nicht sicher zuordenbare Stellen

  • Die Schreibweise mehrerer Namen ist im automatischen Transkript uneindeutig, darunter der Name des Interviewformats von Gregor Gysi sowie einzelne Richter, Gutachter und Studienautoren.
  • Der genaue deutsche Titel des von Anders Tegnell verfassten Buches wird nicht genannt.
  • Die im Gespräch als „Puhach-Studie“ bezeichnete Studie ist wegen der Transkriptqualität nicht eindeutig identifizierbar.
  • Mehrere Zahlen werden von Lausen aus eigenen Tabellen oder Dokumenten vorgelesen, ohne dass deren vollständige Tabellen im Transkript enthalten sind.
  • Die Aussage zu 12 bis 15 Millionen gefälschten Impfpässen wird als Lausens Schätzung beziehungsweise Auswertung wiedergegeben; die genaue Berechnung wird im Gespräch nicht erläutert.

Transparenzhinweis: Diese Zusammenfassung verdichtet ausschließlich die im Video geäußerten Inhalte. Sie enthält keine inhaltliche Bewertung oder externe Faktenprüfung. Aussagen in der Zusammenfassung sind den jeweiligen Sprechern zuzurechnen und nicht als redaktionelle Position der Plattform zu verstehen. Näheres zur Arbeitsweise finden Sie hier.

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