Zusammenfassung
Beruflicher Weg und Entwicklung seiner Impfkritik
Rolf Kron beschreibt sich als langjährig impfkritischen Arzt. Nach einer Ausbildung zum Stahlbauschlosser habe er über den zweiten Bildungsweg das Abitur erworben und anschließend Medizin studiert. Bereits 1987 habe er an der Universität einen impfkritischen Vortrag gehalten.
Als prägende Erlebnisse nennt Kron den Tod eines Kindes in seiner Nachbarschaft nach einer Impfung sowie die vorübergehende Erblindung eines Freundes nach einer Typhusimpfung. Während seines Studiums habe ihn außerdem irritiert, dass ein Professor eine Keuchhustenimpfung positiv dargestellt habe, obwohl deren damalige Ausführung nach Krons Darstellung zuvor wegen Nebenwirkungen vom Markt genommen worden sei.
Kron kritisiert die medizinische Ausbildung als stark schematisiert. Studierende lernten vor allem prüfungsrelevante Antworten, während Risiken und Nebenwirkungen von Impfungen seiner Ansicht nach kaum behandelt würden. Wissenschaft versteht er als offenen Austausch zwischen These und Gegenposition. Den öffentlichen Wissenschaftsbetrieb beschreibt er dagegen vielfach als von wirtschaftlichen Interessen geprägt.
Einschätzungen zu Impfungen und Corona
Kron bestreitet, dass PCR-Tests allein eine Infektion nachweisen könnten. Er argumentiert, eine zunehmende Zahl von Tests habe zwangsläufig mehr falsch positive Resultate erzeugt und damit hohe Fallzahlen begünstigt.
Die während der Corona-Zeit eingesetzten Präparate bezeichnet er nicht als Impfungen, sondern als gentechnologische „Spritzen“. Er führt zahlreiche Erkrankungen und Beschwerden an, die er mit Impfungen in Verbindung bringt, darunter Autoimmunerkrankungen, neurologische Störungen, Schlaganfälle, Herzinfarkte, Gürtelrose, Unfruchtbarkeit und Krebs. Nach seiner Einschätzung würden solche Zusammenhänge häufig nicht anerkannt.
Auch die zunehmende Zahl empfohlener Kinderimpfungen kritisiert Kron. Er rät Eltern, auf Impfungen und möglichst auch auf andere pharmazeutische Produkte zu verzichten. Stattdessen empfiehlt er natürliche Lebensmittel, biologische Landwirtschaft, Bewegung, Schlaf und weitere präventive Maßnahmen.
Maskenatteste und Strafverfahren gegen Ärzte
Einen Schwerpunkt des Gesprächs bildet die strafrechtliche Verfolgung von Ärzten, die während der Corona-Zeit Maskenbefreiungsatteste oder andere Bescheinigungen ausgestellt hatten. Kron verweist auf eine von Tom Lausen genannte Erhebung, nach der es in fünf Bundesländern rund 1.500 entsprechende Strafverfolgungen und Verurteilungen gegeben habe. Auf ganz Deutschland hochgerechnet vermutet er mehr als 3.000 betroffene Ärzte.
Kron schildert eigene Erfahrungen mit einer Hausdurchsuchung und einer 15-monatigen Kontensperrung. Solche Maßnahmen hätten ihn und seine Familie nachhaltig belastet. Er berichtet außerdem von Kollegen, die bei Durchsuchungen gefesselt oder in Gerichtsverfahren wie gefährliche Straftäter behandelt worden seien.
Nach Krons Auffassung handelten die betroffenen Ärzte zum Schutz ihrer Patienten. Er argumentiert, Masken könnten unter anderem Atembeschwerden, Kopfschmerzen, Schwindel und psychische Belastungen verursachen. Eine körperliche Untersuchung sei bei subjektiven Beschwerden wie Panikattacken nicht immer sinnvoll oder möglich gewesen.
Als Beispiele verfolgter Ärzte nennt das Gespräch Heinrich Habig, Bianca Witzschel und Carola Javid-Kistel. Kron beschreibt außerdem den Fall des Familienrichters Christian Dettmar, dessen Verurteilung seiner Einschätzung nach andere Richter davon abhalte, zugunsten angeklagter Ärzte zu entscheiden.
Finanzielle Anreize und Kritik an der Ärzteschaft
Kron wirft Ärzten, Krankenhäusern und anderen Beteiligten vor, während der Impfkampagne von finanziellen Anreizen profitiert zu haben. Er nennt Vergütungen von 28 Euro pro Impfung und 36 Euro an Wochenenden. Ein Arzt habe nach Krons Darstellung innerhalb eines Monats 254.000 Euro umgesetzt.
Er kritisiert Kollegen, die Präparate verabreicht hätten, ohne ausreichend über Risiken und Nebenwirkungen informieren zu können. Darüber hinaus spricht er über eine von ihm so bezeichnete Vorhaltepauschale. Nach seiner Darstellung drohten Ärzten finanzielle Einbußen von bis zu 40.000 Euro, wenn nicht ein bestimmter Anteil ihrer Patienten geimpft sei.
Der Ärztekongress solle verfolgten, verurteilten und wirtschaftlich geschädigten Medizinern die Möglichkeit geben, sich zu vernetzen. Kron nennt dafür unter anderem die Initiativen „Ärzte stehen auf“, „Ärzte mit Gewissen“, „Mutärzte“ und den Förderverein „Weißer Kranich“.
Prävention und Eigenverantwortung
Kron versteht sich vor allem als Präventivmediziner. Er nennt gesunde Ernährung, sauberes Wasser, Bewegung an der frischen Luft, ausreichenden Schlaf und psychisches Wohlbefinden als Grundlagen der Gesundheit. Medizin solle seiner Ansicht nach stärker darauf ausgerichtet sein, Krankheiten zu vermeiden, statt sie nach ihrem Entstehen dauerhaft mit Medikamenten zu behandeln.
Er verweist auf Hippokrates, Sebastian Kneipp und Samuel Hahnemann. Patienten sollten mehr Eigenverantwortung übernehmen und sich weniger abhängig von Ärzten und der Pharmaindustrie machen.
Forderung nach Aufarbeitung und Rehabilitation
Zum Ende des Gesprächs fordert Kron eine politische Wende, ein Rehabilitationsgesetz für verfolgte Ärzte und eine umfassende Aufarbeitung der Corona-Zeit. Er verweist auf ein 2023 in der Slowakei beschlossenes Gesetz, das im Gespräch als Amnestie- beziehungsweise Rehabilitationsgesetz bezeichnet wird.
Kron äußert Unterstützung für parlamentarische Untersuchungsausschüsse und Enquetekommissionen. Zugleich erklärt er, sich nicht parteipolitisch positionieren zu wollen. Die bestehenden politischen und juristischen Strukturen verhinderten seiner Ansicht nach eine Aufarbeitung.
Er fordert außerdem eine stärkere Vernetzung der betroffenen Ärzte. Eine weitere Tagung sei für November geplant. Zum Abschluss bittet er um Unterstützung für den Förderverein „Weißer Kranich“, der Ärzten helfen solle, die durch Strafverfahren und wirtschaftliche Maßnahmen in Not geraten seien.
Zentrale Aussagen
- 00:03:00: Kron berichtet, dass er bereits seit 1987 öffentlich impfkritische Positionen vertrete.
- 00:05:22: Er definiert Wissenschaft als offenen Austausch zwischen These, Gegenposition und Untersuchung.
- 00:06:02: Kron argumentiert, PCR-Tests könnten für sich genommen keine Infektion nachweisen.
- 00:13:04: Er bezeichnet die Corona-Präparate als gentechnologische Anwendungen auf Basis modifizierter RNA.
- 00:15:41: Kron bringt zahlreiche Erkrankungen und gesundheitliche Beschwerden mit Impfungen in Verbindung.
- 00:19:30: Er kritisiert die steigende Zahl der für Kinder empfohlenen Impfungen.
- 00:22:14: Eltern rät er, auf Impfungen und möglichst auf pharmazeutische Produkte zu verzichten.
- 00:26:12: Als Anlass des Ärztekongresses nennt Kron Strafverfahren gegen Ärzte wegen Maskenattesten und anderer Bescheinigungen.
- 00:29:25: Er erklärt, Ärzte hätten mögliche Gesundheitsschäden durch Masken bereits während der Corona-Zeit erkennen können.
- 00:34:04: Kron schildert die Gerichtsverfahren gegen Ärzte als politisch beeinflusst und deren Urteile als weitgehend vorbestimmt.
- 00:39:21: Er berichtet von Hausdurchsuchungen, Kontensperrungen und langfristigen psychischen Folgen.
- 00:41:50: Kron wirft impfenden Ärzten vor, ohne ausreichende Risikoaufklärung gehandelt und finanziell profitiert zu haben.
- 00:48:51: Er stellt Prävention, Ernährung, Wasser, Bewegung, Schlaf und psychische Gesundheit in den Mittelpunkt seines medizinischen Ansatzes.
- 00:53:04: Die Initiative „Ärzte stehen auf“ solle betroffene Mediziner vernetzen und unterstützen.
- 01:01:03: Kron fordert eine politische Wende und ein Rehabilitationsgesetz für strafrechtlich verfolgte Ärzte.
Genannte Personen und Organisationen
- Rolf Kron
- Matthias, Journalist und Interviewer
- Wolfgang Wodarg
- Hans Tolzin
- Christian Drosten
- Jens Spahn
- Karl Lauterbach
- Lothar Wieler
- Tom Lausen
- Daniela Brauser
- Markus Schlöffel
- Heinrich Habig
- Bianca Witzschel
- Carola Javid-Kistel
- Christian Dettmar
- Robert F. Kennedy Jr.
- Nina Warken
- Gerburg Weiß
- Werner Bergholz
- Christina Baum
- Paul Brandenburg
- Gerd Reuther
- Samuel Hahnemann
- Hippokrates
- Sebastian Kneipp
- Robert Koch-Institut
- Weltgesundheitsorganisation
- Ständige Impfkommission
- Bundesgesundheitsministerium
- Ärzte stehen auf
- Ärzte mit Gewissen
- Weißer Kranich
- Mutärzte
- Eingeschenkt TV
- AfD
Genannte Zahlen und konkrete Angaben
- 1987: erster impfkritischer Vortrag Krons an einer Universität
- 1992: Approbation, laut Interviewer
- 7 Prozent: laut Kron Anteil der Menschen, die sich gegen die Schweinegrippe impfen ließen
- 50 auf 100.000: im Gespräch genannter damaliger Schwellenwert
- Sechste Lebenswoche: von Kron genannter Zeitpunkt der Rotavirusimpfung
- Achte Lebenswoche: von Kron genannter Zeitpunkt einer Mehrfachimpfung
- Sieben Antigene: nach Krons Darstellung bei Impfungen im frühen Säuglingsalter
- 80 Prozent: laut Kron Anteil lymphatischer Zellen im Bereich des Darms
- 1.500 Ärzte: genannte Strafverfahren oder Verurteilungen in fünf Bundesländern
- Mehr als 3.000 Ärzte: Krons Hochrechnung für Deutschland
- 15 Monate: Dauer der Sperrung seiner Konten
- 28 Euro: genannte Vergütung je Impfung
- 36 Euro: genannte Vergütung je Impfung am Wochenende
- 1.500 Impfungen: genannte Anzahl eines Impfteams an einem Wochenende
- 254.000 Euro: genannter Monatsumsatz eines Arztes
- 25 Prozent: von Kron genannter erforderlicher Anteil geimpfter Patienten
- 40.000 Euro: von Kron genannte mögliche finanzielle Einbuße
- 44.000 Abonnenten: Größe seines Telegram-Kanals
- 9. März 2020: Datum eines frühen Videos von Kron
- Sieben Kollegen: laut Kron infolge der Belastungen verstorbene Ärzte
- Über 70 Fälle: im Buch von Gerburg Weiß dokumentierte Ärzte
- November: geplanter Termin einer zweiten Tagung
- 2023: genanntes Gesetz in der Slowakei
Genannte Quellen, Bücher, Studien oder Dokumente
- Gerhard Buchwald: „Impfen – das Geschäft mit der Angst“
- RKI-Protokolle
- Markus Schlöffel: „RKI-Protokolle“
- Daniela Brauser: im Gespräch genannte Studie zu gesundheitlichen und psychischen Folgen des Maskentragens, veröffentlicht am 20. Juli 2020
- Gerburg Weiß: „Nach bestem Wissen und Gewissen“
- „Gesicht zeigen“, Buch mit zwölf Autoren
- „Riskanter Schutz – 300 Jahre Immunisierungsversuche“
- Epidemiologisches Jahrbuch des Robert Koch-Instituts
- Nürnberger Kodex
- Infektionsschutzgesetz
- Ärzteblatt beziehungsweise Ärztezeitung, Beitrag aus dem Jahr 2001; genaue Fundstelle unsicher
Unklare oder nicht sicher zuordenbare Stellen
- Mehrere Namen und Buchtitel sind im Transkript phonetisch oder fehlerhaft wiedergegeben.
- Die genaue Bezeichnung und Ausgestaltung der erwähnten „Vorhaltepauschale“ bleibt im Gespräch unklar.
- Bei der Studie von Daniela Brauser ist der im Transkript genannte vollständige Studientitel nicht eindeutig verständlich.
- Das slowakische Gesetz von 2023 wird abwechselnd als Amnestie- und Rehabilitationsgesetz bezeichnet.
- Einige medizinische Fachbegriffe, insbesondere zur RNA-Technologie und zu Immunreaktionen, sind im Transkript sprachlich entstellt.