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Harald Martenstein über ein mögliches AfD-Verbot, Meinungsfreiheit und den Wandel des Journalismus

(geschätzte Lesezeit:

11

Minuten)

Originaltitel:

Ein Verbot der AfD hätte schlimmere Folgen, als du denkst

Veröffentlicht am:

27. Mai 2026

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Kanal:

Dauer:

2:33:07

Kurzbeschreibung

Harald Martenstein spricht mit Ben Berndt über seine viral verbreitete Rede gegen ein Verbot der AfD, seine jahrzehntelange Arbeit als Journalist und seine Trennung vom Tagesspiegel. Weitere Themen sind Haltungsjournalismus, politisch homogene Redaktionen, öffentliche Ausgrenzung, Kontaktschuld sowie die Zukunft von Zeitungen, Podcasts und unabhängigen Medien.

Zusammenfassung

Vom Studium zum Journalismus

Harald Martenstein beschreibt sich als unruhigen Menschen, der sich beim Schreiben am besten in seinem Haus in der Uckermark konzentrieren könne. Seine bekannte journalistische Karriere habe vergleichsweise spät begonnen. Die Kolumne für die Zeit, die er rund 24 Jahre schrieb, habe er erst im Alter von ungefähr 48 Jahren übernommen.

Nach dem Abitur wollte Martenstein zunächst Tiermedizin und anschließend Psychologie studieren. Wegen der hohen Zulassungsbeschränkungen entschied er sich zunächst für Pädagogik und Afrikanistik. Er lernte dabei unter anderem Lingala, stellte jedoch bei einem Gespräch mit einem Mann aus dem Kongo fest, dass dieser ihn nicht verstand. Später wechselte er zu Romanistik und Geschichte.

Neben dem Studium arbeitete er bereits journalistisch, zunächst für das Wiesbadener Tagblatt und später für die Badische Zeitung in Freiburg. Das Schreiben sei ihm leichtgefallen und habe ihm Freude bereitet. Daraus leitet er den persönlichen Rat ab, eine Tätigkeit, die leichtfalle und Spaß mache, möglichst zum Beruf zu machen.

Während der Zeit der Freiburger Hausbesetzungen berichtete Martenstein auch für überregionale Zeitungen. Nach seinem Studienabschluss erhielt er nach eigener Darstellung Angebote von der Deutschen Presse-Agentur, der Badischen Zeitung und der Stuttgarter Zeitung. Er entschied sich für Stuttgart und arbeitete dort längere Zeit als Lokaljournalist.

Neutralität und Haltungsjournalismus

Martenstein betont, dass er als Reporter nicht selbst an den Hausbesetzungen teilnehmen wollte, über die er berichtete. Journalisten sollten seiner Auffassung nach neben dem Gegenstand stehen, unterschiedliche Argumente berücksichtigen und zwischen Nachricht und Kommentar trennen.

Er räumt ein, dass völlige Objektivität nicht möglich sei, da jeder Mensch Vorprägungen und Sympathien habe. Entscheidend sei jedoch, sich der eigenen Perspektive bewusst zu sein und die Argumente der Gegenseite nicht auszublenden.

In seinen frühen Berufsjahren habe sich der deutsche Journalismus stark an einem britisch geprägten Ideal orientiert: Meinungen sollten ausdrücklich als Kommentare gekennzeichnet sein, während Nachrichten möglichst neutral formuliert werden sollten. Im Laufe der Jahre habe sich dieses Verständnis schleichend verändert. Eine neue Generation leitender Journalisten habe sich stärker als politischer Einflussfaktor verstanden.

Martenstein kritisiert eine binäre mediale Darstellung, in der politische Konflikte häufig als Kampf zwischen eindeutig guten und eindeutig bösen Akteuren erschienen. Die gesellschaftliche Realität sei aus seiner Sicht wesentlich uneindeutiger. Menschen sollten deshalb stets die Möglichkeit einkalkulieren, dass ihre eigene Position falsch sein könne. Dies verhindere autoritäres Denken.

Als Kolumnist dürfe er zuspitzen und provozieren. Er wolle jedoch nichts vertreten, das er selbst für falsch halte, nur um Aufmerksamkeit zu erhalten. Zuspitzung sei ein stilistisches Mittel, müsse aber mit der eigenen Überzeugung vereinbar bleiben.

Die Rede gegen ein AfD-Verbot

Ausführlich sprechen Martenstein und Berndt über Martensteins Auftritt im Hamburger Thalia Theater. Die dort gehaltene Rede gegen ein Verbot der AfD verbreitete sich anschließend millionenfach im Internet. Martenstein berichtet, dass er seitdem häufiger auf der Straße erkannt werde und fast ausschließlich positive Rückmeldungen erhalten habe.

Ursprünglich sollte er bei einer inszenierten Gerichtsverhandlung in Wien als Verteidiger der Band Rammstein auftreten. Wegen einer Erkrankung sagte er diese Teilnahme ab. Daraufhin wurde er für die Hamburger Veranstaltung angefragt, bei der über ein mögliches AfD-Verbot verhandelt wurde.

Martenstein betont, er sei nicht als politischer Unterstützer oder „Anwalt der AfD“ eingeladen worden. Gegenstand seines Beitrags sei allein die Frage gewesen, ob die Partei verboten werden solle. Er hätte nach eigener Aussage ebenso gegen ein Verbot der Linkspartei argumentiert.

Parteiverbote müssten nach seiner Auffassung in einer Demokratie mit äußerster Vorsicht behandelt werden. Für ein Verbot müsse belegt werden, dass eine Partei die demokratische Ordnung beseitigen, einen Umsturz herbeiführen oder ein autoritäres System errichten wolle. Einzelne problematische Äußerungen von Parteimitgliedern reichten dafür nicht aus.

Die Rede habe er innerhalb eines Tages geschrieben, da er sich bereits zuvor mit dem Thema beschäftigt habe. Während seines Vortrags sei es im Saal still gewesen. Anschließend habe eine kühle bis ablehnende Stimmung geherrscht, mit vereinzeltem Applaus und Buhrufen. Die Zuschauer hätten sich nach seiner Einschätzung jedoch korrekt verhalten.

Unmittelbar danach habe ihn ein Theatermitarbeiter mit den Worten über „deine Freunde von der AfD“ angesprochen. Martenstein sieht darin ein Missverständnis: Wer sich gegen das Verbot einer Partei ausspreche, müsse mit dieser Partei nicht befreundet sein oder ihre Ansichten teilen.

Auf die Frage, wie er eine Gegenposition zugunsten eines Verbots vertreten würde, erklärt Martenstein, dass er zunächst nach belastenden Zitaten suchen könnte. Zugleich wüsste er, dass einzelne Zitate nicht genügten, um eine gesamte Partei zu beurteilen. Für eine tragfähige Argumentation benötige er umfangreicheres Material.

Die gelöschte Tagesspiegel-Kolumne

Ein weiterer Schwerpunkt ist Martensteins Ausscheiden aus dem Tagesspiegel. Während der Corona-Zeit schrieb er eine Kolumne über Demonstranten, die sich sogenannte Judensterne angeheftet hatten.

Martenstein bezeichnet diesen Vergleich der Demonstranten mit der Verfolgung der Juden im Nationalsozialismus als unsinnig und unangemessen. Zugleich hielt er die daraus abgeleiteten Vorwürfe, sämtliche Beteiligte seien Antisemiten oder nationalsozialistisch orientiert, ebenfalls für falsch. Seiner Ansicht nach würden Nazi- und Antisemitismusvorwürfe in politischen Debatten zu leichtfertig eingesetzt.

Die Kolumne sei zunächst durch alle redaktionellen Instanzen gegangen und veröffentlicht worden. Rund zwei Wochen später habe der Tagesspiegel den Beitrag gelöscht und an seiner Stelle eine Distanzierung der Redaktion veröffentlicht.

Wenige Tage zuvor hätten mehrere Medien Beiträge veröffentlicht, in denen Martenstein gemeinsam mit Jan Fleischhauer und Ulf Poschardt genannt worden sei. Nach Martensteins Erinnerung sei darin sinngemäß gefordert worden, diesen Autoren keine mediale Bühne mehr zu geben beziehungsweise sie aus dem öffentlichen Diskurs auszuschließen.

Martenstein spricht von einem auffälligen zeitlichen Zusammentreffen mehrerer ähnlich formulierter Artikel. Eine Koordination könne er jedoch nicht belegen. Der Tagesspiegel sei im Unterschied zu den Arbeitgebern der beiden anderen Journalisten auf die Forderung eingegangen.

Besonders getroffen habe ihn, dass er zu diesem Zeitpunkt seit etwa 33 Jahren für das Medium gearbeitet hatte. Innerhalb der Redaktion habe eine Versammlung über seine Kolumne stattgefunden, zu der er nicht eingeladen worden sei. Erst später habe ein Chefredakteur ihn telefonisch darüber informiert, dass der Artikel gelöscht und eine Distanzierung veröffentlicht werde. Die angebliche Absprache mit ihm habe lediglich darin bestanden, ihm die bereits getroffene Entscheidung mitzuteilen.

Martenstein kündigte daraufhin selbst. Der Tagesspiegel veröffentlichte noch seine letzte Kolumne, in der er seinen Abschied erklärte und an seiner Position festhielt. Dies rechnet er der Zeitung ausdrücklich positiv an. Persönliche Kontakte zu einzelnen ehemaligen Kollegen seien bestehen geblieben.

Einschüchterung innerhalb von Redaktionen

Martenstein erklärt, dass ihn der Verlust der Kolumne wirtschaftlich nicht existenziell bedroht habe. Bereits ungefähr einen Monat später habe er ein Angebot von der Welt am Sonntag erhalten.

Problematischer sei die Signalwirkung auf jüngere Journalisten ohne bekannten Namen. Diese könnten aus solchen Vorgängen ableiten, welche Positionen berufliche Konsequenzen hätten. Martenstein verweist sinngemäß auf das Prinzip, einen Einzelnen zu bestrafen, um viele andere zu disziplinieren.

In früheren Redaktionen hätten seiner Erinnerung nach konservative, liberale und linke Journalisten gemeinsam gearbeitet. Heute seien zahlreiche Redaktionen weltanschaulich homogener. Dadurch entstehe leicht die Vorstellung, die eigene Position sei gesellschaftlich selbstverständlich, weil im direkten Umfeld kaum abweichende Auffassungen vorkämen.

Diese Homogenität könne auch Auswirkungen auf die Nachwuchsgewinnung haben. Konservativ eingestellte Menschen würden journalistische Berufe möglicherweise meiden, weil sie keine dauernden weltanschaulichen Konflikte am Arbeitsplatz führen wollten. Dadurch verstärke sich die politische Einseitigkeit weiter.

Zeit, Bild und neue Medien

Martenstein berichtet, dass er die Zeit-Kolumne Anfang 2026 nach rund 24 Jahren beendet habe. Der wichtigste Grund sei nicht ein politischer Konflikt gewesen, sondern nachlassende Motivation. Er habe zunehmend das Gefühl gehabt, Themen bereits früher behandelt zu haben.

Anschließend erhielt er das Angebot, bei der Bild die frühere Kolumne von Franz Josef Wagner zu übernehmen. Die Textformate der verschiedenen Medien unterschieden sich vor allem durch ihre Länge und Funktion. Für die Zeit habe er zuletzt etwa 3.500 Zeichen geschrieben, für die Welt am Sonntag ungefähr 4.500 und für Bild etwa 1.200 bis 1.300 Zeichen. Kürzere Texte erforderten eine direktere und stärker verdichtete Sprache.

Auch die Themen seien unterschiedlich gewesen. Die Tagesspiegel-Kolumne sollte überwiegend politisch sein. Bei der Zeit konnte Martenstein freier über Politik, Familie, Tiere oder Alltagsthemen schreiben. Auch die Bild-Kolumne solle nicht ausschließlich politisch ausgerichtet sein.

Martenstein erklärt, er habe sich häufig über das Gendern lustig gemacht, obwohl dies in Teilen der Redaktion schlecht angekommen sei. Gerade die Vorstellung, über ein Thema dürfe nicht gespottet werden, habe bei ihm den Wunsch verstärkt, es aufzugreifen.

Als besonders schwierig bezeichnet er positive Darstellungen von Donald Trump oder Wladimir Putin in deutschen Medien. Journalisten neigten seiner Ansicht nach dazu, eigene Wünsche mit der Realität zu verwechseln. Als Beispiel nennt er die Einschätzung amerikanischer Präsidentschaftswahlen. Neben Wunschdenken zählt er Dramatisierung und Verharmlosung zu wiederkehrenden journalistischen Fehlern.

Berndt regt an, Martenstein könne einen eigenen Podcast oder ein tägliches Nachrichtenformat entwickeln. Martenstein zeigt sich interessiert. Ein solches Angebot könnte aus seiner Sicht unterschiedliche Themen verbinden, ohne sich auf ein einzelnes Spezialgebiet zu beschränken.

Kontaktschuld, Ausgrenzung und Rückkehrmöglichkeiten

Im letzten größeren Themenblock sprechen beide über das Potsdamer Treffen, das Prinzip der Kontaktschuld und gesellschaftliche Ausgrenzung.

Martenstein lehnt die Vorstellung ab, Menschen würden durch Gespräche, räumliche Nähe oder persönliche Bekanntschaften für die Aussagen anderer verantwortlich. Jeder sei für das eigene Handeln, Schreiben und Sprechen verantwortlich, nicht für die Positionen von Gesprächspartnern, Verwandten oder Bekannten.

Er erklärt, deshalb grundsätzlich mit Menschen unterschiedlicher politischer Richtungen zu sprechen. Auch verurteilte Straftäter blieben Menschen. Nach verbüßter Strafe müsse grundsätzlich eine Rückkehr in die Gesellschaft möglich sein.

Dieses Prinzip überträgt er auf Künstler und öffentliche Personen, die wegen früherer Äußerungen oder Vorwürfe ausgegrenzt wurden. Menschen sollten nach seiner Auffassung nicht dauerhaft zu „Unpersonen“ erklärt werden. Kritik und Konsequenzen könnten berechtigt sein, müssten aber verhältnismäßig bleiben. Verzeihen und ein gesellschaftlicher Neubeginn seien wichtige Bestandteile von Gerechtigkeit.

Auf Berndts abschließende Frage, welche Nachricht Martenstein sich selbst hinterlassen würde, falls er am nächsten Morgen ohne Erinnerungen erwachte, antwortet er: „Podcast machen.“ Das Gespräch endet mit Überlegungen, dass neue Übersetzungstechnologien künftig Sprachbarrieren verringern und Medienangebote einem internationalen Publikum zugänglich machen könnten.

Zentrale Aussagen

  • Martenstein fordert eine klare Trennung zwischen Nachricht und Meinung und lehnt aktivistischen Journalismus ab. 00:13:09
  • Journalisten sollten nach seiner Ansicht stets einkalkulieren, dass sie sich irren könnten. 00:21:58
  • Provokation und Zuspitzung seien legitime Stilmittel, solange der Autor die vertretene Position tatsächlich teile. 00:23:21
  • Martenstein lehnt ein Verbot der AfD ab, sofern keine belastbaren Belege für einen geplanten Umsturz oder die Abschaffung der Demokratie vorliegen. 00:29:18
  • Wer sich gegen ein Parteiverbot ausspricht, unterstütze damit nicht automatisch die betreffende Partei. 00:40:29
  • Einzelne extreme Zitate von Parteimitgliedern reichten seiner Ansicht nach nicht aus, um eine Gesamtpartei zu beurteilen. 00:46:03
  • Der inflationäre Gebrauch von Nazi- und Antisemitismusvorwürfen erschwere sachliche Auseinandersetzungen. 00:59:13
  • Der Tagesspiegel habe seine bereits veröffentlichte Kolumne nach internen Beratungen gelöscht, ohne ihn zuvor einzubeziehen. 01:12:42
  • Martenstein sieht die stärkste Wirkung solcher Maßnahmen in der Einschüchterung junger, noch unbekannter Journalisten. 01:10:58
  • Weltanschaulich homogene Redaktionen könnten die gesellschaftliche Wirklichkeit und das eigene Publikum nur eingeschränkt abbilden. 01:25:02
  • Wunschdenken, Dramatisierung und Verharmlosung seien aus seiner Sicht verbreitete journalistische Fehler. 02:08:40
  • Kontaktschuld lehnt Martenstein ab: Menschen seien nur für das eigene Handeln verantwortlich. 02:15:21
  • Auch nach Fehlern, problematischen Aussagen oder verbüßten Strafen müsse grundsätzlich eine Rückkehr in die Gesellschaft möglich sein. 02:17:50
  • Als mögliches zukünftiges Projekt nennt Martenstein einen eigenen Podcast. 02:26:29

Genannte Personen und Organisationen

  • Harald Martenstein
  • Ben Berndt
  • Robert Misik
  • Milo Rau
  • Till Lindemann
  • Rammstein
  • Jan Fleischhauer
  • Ulf Poschardt
  • Franz Josef Strauß
  • Willy Brandt
  • Herta Däubler-Gmelin
  • Feroz Khan
  • George W. Bush
  • Mao Zedong
  • Roger Köppel
  • Franz Josef Wagner
  • Georg Stefan Troller
  • Alice Schwarzer
  • Donald Trump
  • Kamala Harris
  • Wladimir Putin
  • Konrad Adenauer
  • Karl Schiller
  • Nena
  • Xavier Naidoo
  • Thalia Theater
  • Tagesspiegel
  • Die Zeit
  • Welt am Sonntag
  • Bild
  • Frankfurter Rundschau
  • Süddeutsche Zeitung
  • t-online
  • Badische Zeitung
  • Stuttgarter Zeitung
  • Wiesbadener Tagblatt
  • Deutsche Presse-Agentur
  • Geo
  • Correctiv
  • Bundeskriminalamt
  • ZDF
  • Alternative für Deutschland
  • Linkspartei
  • CDU, CSU und SPD

Genannte Zahlen und konkrete Angaben

  • Gesprächsdauer: 2:33:07
  • Martenstein begann seine Zeit-Kolumne nach eigener Erinnerung mit ungefähr 47 oder 48 Jahren.
  • Dauer der Zeit-Kolumne: ungefähr 24 Jahre.
  • Tätigkeit für den Tagesspiegel: ungefähr 33 bis 34 Jahre.
  • Seine Rede im Thalia Theater erreichte nach Einschätzung der Gesprächspartner mehrere Millionen Aufrufe.
  • Schreibdauer der Rede gegen das AfD-Verbot: ein Tag.
  • Martenstein berichtet von ungefähr 600.000 bis 650.000 Exemplaren Auflage der Zeit.
  • Sein Vater unterstützte ihn während des Studiums mit ungefähr 600 Mark monatlich.
  • Seine damalige Freiburger Wohnung kostete ungefähr 180 Mark.
  • Genannte Textlängen: Zeit etwa 3.500 Zeichen, Welt am Sonntag etwa 4.500 Zeichen, Bild etwa 1.200 bis 1.300 Zeichen, Geo etwa 8.000 Zeichen.
  • Martenstein nennt ungefähr 10 bis 15 Prozent der Bevölkerung, die das Internet nicht nutzen wollten; er kennzeichnet dies selbst als unsichere Schätzung.
  • Er erinnert sich an ungefähr 10 bis 12 Prozent AfD-Wähler unter den Zeit-Lesern; auch diese Angabe nennt er aus dem Gedächtnis.
  • Im Gespräch werden 500 Milliarden Euro im Zusammenhang mit einem sogenannten Sondervermögen genannt.
  • Georg Stefan Troller wurde laut Martenstein 103 Jahre alt.

Genannte Quellen, Bücher, Studien oder Dokumente

  • Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts
  • Beiträge beziehungsweise Berichte von ZDF, Welt und taz zu Messerangriffen
  • Artikel der Frankfurter Rundschau sowie nach Martensteins Erinnerung weiterer Medien über Martenstein, Fleischhauer und Poschardt
  • Berichte und gerichtliche Entscheidungen zum Potsdamer Treffen
  • Redaktionelle Erklärung des Tagesspiegels zur gelöschten Kolumne
  • Nicht näher bezeichnete Befragung zu Parteipräferenzen der Zeit-Leser
  • Nicht näher bezeichnete Artikel zur Verwendung des Sondervermögens

Unklare oder nicht sicher zuordenbare Stellen

  • Mehrere Namen sind im Transkript akustisch fehlerhaft oder nicht eindeutig wiedergegeben, insbesondere einzelne Beteiligte des Theaterprozesses.
  • Martenstein ist sich bei mehreren Jahreszahlen, Prozentangaben und Publikationsnamen selbst nicht sicher.
  • Die genaue Formulierung der Artikel, in denen ein Ausschluss bestimmter Journalisten aus dem Diskurs gefordert worden sein soll, wird im Gespräch nur sinngemäß erinnert.
  • Einzelne Zahlen zu Wahlergebnissen, Messerangriffen, Mediennutzung und Leserpräferenzen werden aus dem Gedächtnis genannt.
  • Das Gespräch enthält keine vollständige Wiedergabe der Rede Martensteins im Thalia Theater.

Transparenzhinweis: Diese Zusammenfassung verdichtet ausschließlich die im Video geäußerten Inhalte. Sie enthält keine inhaltliche Bewertung oder externe Faktenprüfung. Aussagen in der Zusammenfassung sind den jeweiligen Sprechern zuzurechnen und nicht als redaktionelle Position der Plattform zu verstehen. Näheres zur Arbeitsweise finden Sie hier.

Inhaltsangabe

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